Almuth Heuner

Schreiben, lesen, reden sind für sich schon ergiebig und lassen sich auf viele Weisen kombinieren. Almuth Heuner stellt auf dieser Website ihre Buchwelten vor, in denen sie beruflich unterwegs ist.

Das Thema Krimi nimmt einen großen Raum ein, den die Autorin mit eigenen Stories erkundet, als Übersetzerin erweitert, als Sammlerin bewahrt, als Leserin tiefer erforscht und als Referentin bekanntmacht. Weitere Themen sind Literatur allgemein, Lyrik, Kulturwissenschaften, Literatur- und Kulturgeschichte, insbesondere zu Kulinarischem.

Eine Kurzübersicht über die Veröffentlichungen (mit Bestellangaben) befindet sich hier.

 

Aktuell

Blutige Lippe 3
September 2019

blutige_lippe3Eigentlich plätschert das Flüßchen Lippe beschaulich entlang des nördlichen Ruhrgebiets. Doch alle paar Jahre wird es unheimlich in der Region – denn dann wird gemordet, entführt, gestohlen und erpreßt, was das Zeug hält. Zum dritten Krimifestival Blutige Lippe 2019 gab Hartmut Marks einen neuen Band Kurzkrimis heraus, in dem neun Autorinnen und Autoren die kriminellen Seiten von Schauplätzen zwischen Bad Lippspringe und Wesel aufdecken. Almuth Heuner grub für ihre Story “Kalenderblatt” tief in der Vergangenheit von Lünen. (Premierenlesung siehe unten.)

Hrsg. Hartmut Marks
280 Seiten, TB, 12 Euro
Ventura, Werne 2019
ISBN 978-3-940853-63-9

 

20 Jahre Mord zwischen Messer und Gabel
August 2019

Am 16. August 1999 erschien mein erster Kurzkrimi, und zwar in dem Band Mord zwischen Messer und Gabel. Die Idee zu dieser Krimianthologie hatte Andrea C. Busch. Jeder Kurzkrimi darin sollte sich ums Essen drehen, und das Rezept zu dem erwähnten Gericht sollte mitgeliefert werden. Ähnlich wie beim 1998 erschienen Buch Mordsweiber wurden nicht nur die deutschsprachigen Mitglieder der Sisters in Crime eingeladen, eine Story beizutragen, sondern auch das gesamte weltweite Netzwerk. Aus allen Einsendungen sollte später der Verlag die besten auswählen. 67 krimischreibende Schwestern aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Schweden, Großbritannien, Australien und den USA beteiligten sich.

Während der Criminale 1998 in Berlin knüpften Andrea und ich Kontakte zu Verlagen für das noch unter dem Arbeitstitel “Köstlich kriminell” laufende Projekt. Besonders die damalige Cheflektorin Nicola Stuart vom Gerstenberg-Verlag zeigte sich interessiert daran, kulinarische Kurzkrimis zu veröffentlichen – in opulenter Ausstattung als Hardcover mit passenden Illustrationen. Unser Angebot kam ihnen da gerade recht für den Einstieg des Verlags in den Kochbuchmarkt. Als Zeichner kam Bengt Fosshag mit an Bord, der unter anderem als Designer für Opel und Werbegrafiker für die Deutsche Bahn sowie zahlreiche Zeitungen, Zeitschriften und Buchverlage war und ist.

Schließlich wurden 29 der eingesandten Geschichten mit insgesamt 72 Rezepten von einfach bis aufwändig ausgewählt, von Bengt Fosshag mit passenden bissigen und hinterhältigen Bildern versehen, von Wilhelm Schäfer gestaltet zu einem Buch, das nicht nur schön aussieht, sondern sich auch schön anfaßt. Stolz präsentierte es dann der Gerstenberg-Verlag auf der Frankfurter Buchmesse, wo es schnell zu den meistgeklauten Büchern gehörte, aber darüber hinaus auch noch von der Stiftung Buchkunst zu einem der schönsten Bücher der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde.

Obwohl Andrea und ich als Übersetzerinnen von Kochbüchern bereits Erfahrung hatten, boten besonders die hierzulande ungewohnten Mengenangaben bei den Rezepten aus den USA eine Herausforderung. Wieviel Bund Petersilie passen – geschnitten! – in eine Tasse? Oder wieviele Möhren in Scheiben? Wobei auch zu beachten ist, daß besagte Tasse (“cup”) in verschiedenen Ländern auch ein unterschiedliches Fassungsvermögen hat, von rund 200 bis 300 ml ist alles dabei. Wir gingen die Sache ganz praktisch an, schnippelten Gemüse, Käse und Kräuter, maßen Mehl, Tomatenmark, Rosinen, Erbsen und Pinienkerne und wogen schließlich die ermittelten Mengen. Danach gab es aus allen Zutaten eine Art Gemüsepizza! (Dies ist das geheime 73. Rezept unseres Krimibandes …)

Inzwischen liegt Mord zwischen Messer und Gabel, das seit seinem ersten Erscheinen ohne Unterbrechung lieferbar ist, in der 10. Auflage vor, die mit Leinenrücken und farbigem Vorsatzpapier bibliophil gestaltet wurde. Schon vor einiger Zeit wurde es auch inhaltlich ergänzt um fünf weitere Geschichten und 27 Rezepte. Außerdem wurde es ins Niederländische, Tschechische, Französische, Polnische und Chinesische übersetzt. Heute wirkt ein Krimiband mit Rezepten nicht ungewöhnlich – aber 1999 gab es so etwas noch nicht auf dem deutschsprachigen Markt, so daß ganz tief in die Geschichte gegriffen werden mußte, um ein einigermaßen vergleichbares Werk zu finden: Es muß nicht immer Kaviar sein von Johannes Mario Simmel aus dem Jahre 1960. Doch im Gegensatz dazu können die Rezepte aus Mord zwischen Messer und Gabel wirklich nachgekocht werden und eignen sich auch heute noch für jeden Geschmack und zu jedem Anlaß. Und auch die Krimis sind selbstverständlich noch kriminell gut.

Andrea C. Busch, die leider 2008 verstarb, hätte sich über diese Erfolgsgeschichte ihrer Idee sicher auch sehr gefreut. Gemeinsam ist es uns beiden bis 2007 gelungen, diesem ersten Krimiband fünf weitere in ähnlicher Art folgen zu lassen, bevor wir uns dann anderen Projekten zuwandten. Außer Mord zwischen Messer und Gabel sind derzeit noch Mord im Grünen (mit Gartentipps) und Mord im Weinkeller (mit Weinempfehlungen und Rezepten für edle Begleitspeisen) lieferbar, beide ebenfalls in bibliophiler Gestaltung.

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Ausgezeichnet!
April 2019
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Die Preisträger: Thomas Koch, Almuth Heuner, Max Bronski, June Perry, Cid Jonas Gutenrath (v.l.n.r.)

Der Friedrich-Glauser-Preis 2019 in der Sparte Kurzkrimi ging an “Schwarzes Erbe” von Almuth Heuner, erschienen in Zechen, Zoff und Zuckerwerk. Die Jury, bestehend aus Krimi-Autorinnen und Autoren, ließ “keinerlei mildernde Umstände gelten”, wie es in der Laudatio von Thomas Breuer hieß.
Nominiert waren in dieser Kategorie außerdem folgende Stories: “Sieben” von Ursula Sternberg, “An Tagen wie diesen” von Karr & Wehner, “Goldrausch ohne Rauschgold” von Judith Merchant und “Zu schlau für diese Welt” von Peter Godazgar. Die Jury bestand aus Thomas Breuer, Gitta Edelmann, Thomas Kastura (Preisträger 2017), Veit Müller und Claudia Schmid, die Jury-Organisation besorgte Claudia Puhlfürst.
Verliehen wird der Friedrich-Glauser-Preis vom SYNDIKAT e. V. jährlich für den besten Kriminalroman, Debütroman und Kurzkrimi des Vorjahres, außerdem der Hansjörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi. Ferner wird mit dem Ehren-Glauser eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die sich besonders um den deutschsprachigen Krimi verdient gemacht hat. PreisträgerInnen sind in diesem Jahr Max Bronski für Oskar, Cid Jonas Gutenrath für Skorpione und June Perry für White Maze; der Ehren-Glauser ging an Thomas Koch. Die Glauser-Preise werden bei einer großen Gala-Veranstaltung überreicht, die den Abschluß des Krimifestivals CRIMINALE bildet. Die CRIMINALE findet jedes Jahr in einer anderen Stadt oder Gegend statt; in diesem Jahr war Aachen der Gastgeber.

Gala

Laudatio: Thomas Breuer

Soweit der offizielle Teil. Hier der inoffizielle:
Ich freue mich immer noch total! Auch darüber, gemeinsam mit und von wunderbaren KollegInnen nominiert worden zu sein und mit so vielen weiteren in Aachen (und virtuell) gefeiert zu haben! Mein Dank geht an Euch alle (Ihr wißt schon!) und besonders an Prolibris (Ihr wißt auch!).

 

 

Zechen, Zoff und Zuckerwerk
Oktober 2018

zzzUnd wieder weihnachtet es im Ruhrgebiet sehr und manchmal auch zu sehr: Dann gibt es Mord und Totschlag, Raub und Erpressung, auch Drogen sind im Spiel, ungeachtet der Feiertage. Zwischen Halde und Förderturm wird es aber dann doch noch still und wunderbar, wie die vierzehn Kurzkrimis zeigen, die von AutorInnen buchstäblich vor Ort zwischen Duisburg und Unna verfaßt und von Almuth Heuner herausgegeben wurden, die auch selbst eine Story (aus Recklinghausen-Hochlarmark) beigesteuert hat.

198 Seiten, TB, 12 Euro
Prolibris, Kassel 2018
ISBN 978-3-95475-181-5

 

 

Termine

Treffen Sie Almuth Heuner / Meet Almuth Heuner …

21. November 2019: Blutige Lippe 3

Im Rahmen des Krimifestivals “Blutige Lippe” liest Almuth Heuner ihre Story aus der aktuellen Krimi-Anthologie, musikalisch umrahmt von Black Velvet aus Winterberg.

Donnerstag, 21. November 2019, 19.30 Uhr
Kunst-Café
Münsterstr. 24, 44534 Lünen
Eintritt 10 Euro
Reservierungen über info@kunstcafe-luenen.de oder 02306-7818988

 

8. Dezember 2019: Krimitag “Mörderische Geschichte(n)”

Zum diesjährigen Krimitag des Syndikats lesen in Essen Mischa Bach, Andreas Edelhoff, Arnd Federspiel, Almuth Heuner, H. P. Karr und Mike Steinhausen. Spenden zugunsten der Essener Elterninitiative e. V. sind erwünscht.

Sonntag, 8. Dezember 2019, 19 Uhr
Einlaß 18.30 Uhr
Stadtbibliothek Essen
Hollestr. 3, 45127 Essen
Reservierungen über oeffentlichkeitsarbeit@stadtbibliothek.essen.de oder 0201-8842004

 

 

Für die Medien

Für Ihren Artikel, Ihr Werbematerial oder Ihre Unterlagen stehen Ihnen auf Anfrage Porträtfotos und eine Kurzvita zur Verfügung. Ein Belegexemplar wird erbeten.